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Dialog 27 - Auf dem Flohmarkt

Es ist Samstagmorgen und Jürg Schönbächler geht auf den Flohmarkt. Dort kann man fast alles kaufen: Kleider, Uniformen, Spielzeug, Bücher, CDs, Geschirr usw. Und man kann über die Preise verhandeln. Jürg sieht einen Stand mit gebrauchten Radios.

 

Jürg:                  Dieses Radio hier, was wollen Sie dafür haben?

 

Verkäufer:       100 Franken. Das ist aus den 50er-Jahren.

 

Jürg:                  Hm…aber läuft es? Ich höre nichts. Wenn es laufen würde, würde ich vielleicht so viel bezahlen. Wie wäre es mit 50?

 

Verkäufer:      Nein, das ist zu wenig.

 

Jürg:                 Also gut, ich gebe Ihnen 60.

 

Verkäufer:       60 Franken für so ein Radio? Das ist wohl ein Witz! So etwas findet man nur noch selten. Für 90 können Sie es haben.

 

Jürg:                  Ich müsste das Radio reparieren lassen. Dann würde ich nochmal so viel ausgeben.

 

Verkäufer:      80 Franken! Das ist mein letztes Wort.

 

Jürg:               Gut, abgemacht, ich nehme es.

 

Ein Schnäppchen, denkt Jürg. Wenn er das Radio in einem Laden gekauft hätte, wäre es sicher teurer gewesen. Jetzt hat Jürg Hunger und er geht an einen Bratwurststand. Aber dort gibt es eine lange Schlange und er hat keine Lust anzustehen. Wenn es nicht so viele Leute hätte, würde er eine Bratwurst kaufen. Er geht weiter durch die verschiedenen Stände. Er bleibt an einem Stand mit CDs stehen und schaut, ob es etwas Interessantes gibt. Er findet nichts, was ihn interessiert. Wenn der Verkäufer etwas hätte, was Jürg gefällt, würde er es kaufen, aber so…

 

 

der Markt = de Märt

über den Preis verhandeln = märte (siehe Präsens, regelmässige Verben)

gebrauchten = Occasions-

dafür = für das

hören = ghöre

der Franken = de Schtutz

Verb + lassen = Verb + laa (siehe Präsens, unregelmässige Verben)

das Schnäppchen = s Schnäppli